Glossar

Home-Staging

Was Home-Staging bedeutet, lässt sich in einem Satz sagen — die Einordnung dahinter ist entscheidend. Hier steht beides, kurz und nachvollziehbar.

Definition

Home-Staging bereitet eine Immobilie durch gezielte Möblierung, Dekoration und kleinere Instandsetzungen optisch für Besichtigungen und Fotos vor, um sie für möglichst viele Interessenten ansprechend zu präsentieren. Die Kosten variieren stark je nach Umfang und Anbieter und sollten vorab als Spanne mit Angebot eingeholt werden.

Einordnung

Home-Staging bezeichnet die gezielte Aufbereitung einer Immobilie vor der Vermarktung, um sie für möglichst viele Interessenten optisch ansprechend und leichter vorstellbar zu präsentieren. Dazu zählen Maßnahmen wie Entrümpelung, neutrale Möblierung, kleinere kosmetische Reparaturen und professionelle Lichtgestaltung, jedoch keine baulichen Veränderungen an der Bausubstanz. Der Begriff ist rechtlich nicht geregelt und unterscheidet sich damit deutlich von Pflichtangaben wie dem Energieausweis", die gesetzlich vorgeschrieben sind — Home-Staging ist eine freiwillige, rein vermarktungsbezogene Maßnahme.

Für die Preisbildung ist entscheidend, dass Home-Staging keine dauerhafte Werterhöhung der Immobilie bewirkt, sondern lediglich deren Präsentation im Verkaufsprozess verbessert und dadurch die Vermarktungsdauer verkürzen sowie das Kaufinteresse steigern kann. Konkrete, seriös belegbare Zahlen zu einer durchschnittlichen Verkaufspreissteigerung durch Home-Staging existieren nicht einheitlich und variieren stark je nach Objekt, Markt und eingesetztem Budget, weshalb pauschale Renditeversprechen kritisch zu hinterfragen sind.

In der Praxis

In der Vermarktungspraxis wird Home-Staging häufig bei leerstehenden oder stark persönlich geprägten Immobilien eingesetzt, um im Exposé und bei der Besichtigung einen neutralen, einladenden Eindruck zu vermitteln. Verkäufer sollten Kosten und Nutzen abwägen und bei größeren Investitionen vorab ein klares Budget mit dem beauftragten Anbieter oder Makler festlegen. Bei vermieteten Objekten ist Home-Staging in der Regel nicht möglich, da der bestehende Mieter die Wohnungseinrichtung selbst bestimmt.

Weiterlesen im Themenfeld Verkaufsweg.

Kennzahlen

Rechtsnaturfreiwillige Vermarktungsmaßnahme, gesetzlich nicht geregelt
Typische MaßnahmenEntrümpelung, neutrale Möblierung, kosmetische Reparaturen, Lichtgestaltung
Wirkungkann Vermarktungsdauer verkürzen, keine garantierte Wertsteigerung
Nicht möglich beivermieteten, bewohnten Objekten ohne Zustimmung des Mieters

Das gehört dazu

Was oft gefragt wird

Erhöht Home-Staging automatisch den Verkaufspreis?

Eine pauschale Zahl lässt sich seriös nicht angeben, da die Wirkung stark von Objekt, Markt und Umsetzung abhängt. Home-Staging verbessert vor allem die Präsentation und kann die Vermarktungsdauer verkürzen.

Ist Home-Staging bei jeder Immobilie sinnvoll?

Nicht zwingend, bei stark nachgefragten Objekten in guten Lagen ist der zusätzliche Effekt oft geringer als bei schwerer vermarktbaren Immobilien. Eine individuelle Einschätzung durch Makler oder Home-Staging-Anbieter hilft bei der Entscheidung.

Kann ich Home-Staging bei einer vermieteten Wohnung durchführen?

In der Regel nicht ohne Zustimmung des Mieters, da dieser über die Einrichtung der von ihm bewohnten Räume selbst bestimmt. Home-Staging kommt daher vor allem bei leerstehenden Objekten zum Einsatz.

Quelle: Verbraucherzentrale · Stand: Oktober 2026